Kneippsche Lehre entlang der Schwäbischen Bäderstraße. Verstaubt? Von wegen.

Schwaebische_Baederstrasse

Wer an Kneipp denkt, denkt zuerst an Wassertreten. Dass seine Lehre noch sehr viel umfassender ist und auch aktueller als vermutet, haben wir bei einer Kneipp-Pressereise von 15. bis 17. April 2016 entlang der Schwäbischen Bäderstraße entdeckt.

150 Jahre lang besteht die Lehre des Priesters und Therapeuten Sebastian Kneipp bereits. Basis dafür sind die fünf Elemente Hydrotherapie, also Wasseranwendungen, gesunde Ernährung, Phytotherapie, also Pflanzenheilkunde, körperliche Bewegung und inneres Gleichgewicht, die zu einem ganzheitlichen Konzept kombiniert werden.

Die Orte Überlingen am Bodensee, Bad Waldsee, Bad Grönenbach und Bad Wörishofen entlang der Schwäbischen Bäderstraße haben als Heilbäder alle einen eigenen Schwerpunkt und sind eng mit der Lehre und dem Wirken Kneipps verbunden.

Im malerischen Kurstädtchen Überlingen steht das Thema Ernährung im Vordergrund, vom Fasten über Kneipps Ideal einer nahrhaften, einfachen Kost bis hin zur Spitzenküche ist hier alles vertreten. Ganz in diesem Sinne gehen wir mit einer Kräuterexpertin auf Sammeltour, bevor wir uns ein Wildkräuterbüffet schmecken lassen (siehe Bild).

Bad Waldsee ist sportlich ausgerichtet und betont die wohltuende Wirkung körperlicher Betätigung. Für uns geht es deshalb erst einmal zum Aqua-Jumping, einem Allround-Workout im Wasser auf dem Trampolin. Am Stadtsee-Aktiv-Weg werden unser Körper und Geist an verschiedenen Stationen gleichermaßen gefordert.

Um das innere Gleichgewicht zu finden, ist Bad Grönenbach der richtige Ort: Stressgeplagte Menschen sollen hier zu neuer Ausgewogenheit finden. Wir probieren es mit belebender Wassertherapie. Die lässt sich übrigens auch im eigenen Bad unter der Dusche prima anwenden, wie wir gelernt haben.

In Bad Wörishofen gibt es klassische Kneippkuren im modernen Gewand – so ursprünglich und unverändert wie man sie heute nur noch selten findet. Auf einem gut 1,5 Kilometer langen Barfußpfad gingen wir über Stock und Stein, über Tannenzapfen und Kirschkerne – und durch Matsch.

Die Kurorte entlang der Schwäbischen Bäderstraße haben uns gezeigt: In einer Zeit, in der sich alles um gesundes Leben dreht, ist die Lehre Kneipps aktuell wie nie und eher eine Lebensweise als eine einmalige Kur.

Schwäbische Bäderstraße: 958 Schilder weisen den Weg zu neun schmucken Kurorten

Genussradeln entlang der Schwäbischen Bäderstraße – Beschilderung des knapp 250 Kilometer langen Bäderradweges ist komplett

Von Bad Wörishofen und Bad Grönenbach über Bad Wurzach, Bad Waldsee, Aulendorf, Bad Schussenried, Bad Buchau und Bad Saulgau bis nach Überlingen führt die Schwäbische Bäderstraße. Ab sofort verbindet die neun Städte zwischen Bodensee, Oberschwaben und Allgäu auch ein durchgängig beschilderter Bäderradweg, der im Rahmen der jüngsten Bürgermeistersitzung auf dem Ferienhof Tiergarten in Aulendorf nun offiziell eröffnet wurde.

Die turnusmäßige Geschäftsführung der Arbeitsgemeinschaft Schwäbische Bäderstraße, Jürgen Jankowiak (Geschäftsführer der Kur und Touristik Überlingen GmbH) und Marketingleiterin Ann-Christine Biesinger, stellten das Projekt nebst Überlingens Oberbürgermeisterin Sabine Becker vor. Die Details dazu erläuterte Jörn Büttner vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC).

Ein schlichtes, weißes Fahrrad neben dem klassischen Kirchturm- und Wellenlogo der Schwäbischen Bäderstraße auf blauem Grund weist an 175 Knotenpunkten künftig den rund 250 Kilometer langen Weg von Überlingen nach Bad Wörishofen und umgekehrt. Zusätzlich zeigen 783 Zwischenwegweiser die Fahrtrichtung als reine Pfeile ohne Logo an. Das macht unterm Strich: viereinhalb Schilder pro Kilometer.

Der Bäderradweg ist in fünf Etappen eingeteilt, die die einzelnen Orte verbinden. Jede Etappe kann individuell – je nach Kondition, Zeit und Interesse – abgefahren werden. Die Streckenabschnitte sind zwischen acht und 71 Kilometer lang. Die gesamte Strecke ist in beiden Richtungen durchgängig beschildert.

„Die Radroute war vorkonzipiert aber nicht beschildert“, begründete Büttner das im Jahr 2013 angeschobene Projekt. Dabei konnte auf das bereits bestehende und sehr gute Radfernwege-Netz der Region, etwa dem Oberschwaben-Allgäu-Weg, dem Donau-Bodensee-Weg oder der Radrunde Allgäu zurückgegriffen werden. Ein Umstand, der die Sache einfacher und kostengünstiger gemacht hat. „Wir mussten keine baulichen Maßnahmen ergreifen“, ließ Büttner durchblicken.

Vorbildliches Marketing

35.000 Euro hat sich die Arbeitsgemeinschaft so das Projekt (Konzeption und Beschilderung) kosten lassen. „Eine Investition, die sich lohnt“, ist sich Büttner sicher. In regelmäßigen Abständen würden Schilder und Wegweiser zudem einer Qualitätssicherung unterzogen. Will heißen: gereinigt, gesäubert und ggf. ersetzt. „Das hat etwas mit touristischer Wertschätzung zu tun“, betonte Büttner.

Darüber hinaus wertete Büttner die für den Bäderradweg hinterlegte Marketingstrategie mit informativer Broschüre, Internet-Auftritt und interaktiver Karte als „vorbildlich“. Unter www.baederradweg.de finden alle Radbegeisterten die detaillierten Streckenbeschreibungen mit Entfernungen und Sehenswürdigkeiten in fünf Etappen von Überlingen bis Bad Wörishofen.

Gut funktionierendes Netzwerk

„Die Schwäbische Bäderstraße ist ein sehr gut funktionierendes Netzwerk im Gesundheitsbereich, das hat dieses Projekt einmal mehr gezeigt“, sagt Jürgen Jankowiak. Denn alle neun Städte haben eines gemein: Bäder, Thermen, Genuss-, Gesundheits- und Wellnessangebote in einer der schönsten Urlaubsregionen Deutschlands. Und jetzt auch einen gemeinsamen Radweg.

Medienkontakt:

Hotel PR und Tourismus PR, RSPS Agentur für Kommunikation GmbH, Bei der Kirche 2, 72074 Tübingen, Tel. +49 (0)7071 989840, rsps@rsps.de, www.rsps.de

Schwäbische Bäderstraße, Landungsplatz 5, 88662 Überlingen, Fon: (07551) 944715-41, Internet: www.schwaebische-baederstrasse.de

 

 

 

Du bist die Kunst in Bad Schussenried

du_bist_die_kunstNeulich in Bad Schussenried am Wegesrand entdeckt. Im Rahmen einer Tourimus Pressereise für die Schwäbische Bäderstraße durch Oberschwaben besuchen wir das Klostermuseum in Bad Schussenried. Draußen schon ein Plakat, das neugierig macht auf die Ausstellung Du bist die Kunst! Faszinierende Mitmach-Illusionen aus China. Ich bin die Kunst, yeah :-). Drinnen dann einzigartige Werke, in denen ich mich selbst in verschiedenen Szenen in Szene setzen kann. Ich kann einen Tiger küssen, finde mich im Dino-Maul wieder, bekomm plötzlich Engelsflügel, oder bin Gejagter inmitten eines Horror-Szenarios. Über 20 Motive warten darauf von mir entdeckt und erlebt zu werden. Hm, mit Kunst hatte ich bisher nicht allzuviel am Hut. Doch diese Ausstellung weckt in mir die Lust auf mehr. Teil eines Werkes zu sein, öffnet etwas in mir, versetzt mich leichter in die Lage zu verstehen, was der Künstler mir sagen will, was ich verstehen, fühlen oder mitnehmen kann. Mein persönliches Fazit: Besuchen lohnt sich auf jeden Fall – schon alleine wegen der genialen Fotomotive.

Herzlichst, Ihr und Euer, Rainer