Die Krabbeltiere sind los. Riesige Insekten und Spinnentiere erobern Reutlingen

Die Krabbeltiere sind los. Vom 02. April bis 10. Juni 2017 wird Reutlingen zur "Science City".

Vom 2. April bis 10. Juni zeigt Reutlingen als „Science City“ Krabbeltiere von ihrer spannendsten Seite. Mit Spinnen und Co. im XXL-Format, Mitmach-Experimenten, einer großen Bionik-Ausstellung und Workshops können kleine und große Naturdetektive erforschen, welche FĂ€higkeiten Insekten und Spinnentiere in unseren GĂ€rten haben.

Schon einmal unter einer drei Meter hohen Spinne durchgelaufen? Versucht so hoch zu springen wie ein Floh? Die eigenen KrĂ€fte mit denen eines MistkĂ€fers gemessen? In Reutlingen besteht zehn Wochen lang die Möglichkeit, in die Welt der unglaublichen Alleskönner einzutauchen. Die ist manchmal gruselig, manchmal eklig und manchmal sogar gefĂ€hrlich – aber immer faszinierend. 18 zum Teil interaktive XXL-Krabeltiere bereichern dann die Straßen, PlĂ€tze, GeschĂ€fte und Einrichtungen: von einem drei Meter breiten MarienkĂ€fer auf dem Marktplatz, ĂŒber einen vier Meter großen Weberknecht bis hin zum GlĂŒhwĂŒrmchen, das im Dunkeln leuchtet. Unter den XXL-Krabbeltieren ist auch eine aufpumpbare Zecke, die sich, wie im wirklichen Leben auch, vollsaugen kann.

Staunen, selbst ausprobieren und erforschen – in der „Sciene City“ sind die Besucher gefragt: An Experimentier-Stationen können Groß und Klein beispielsweise herausfinden, wie viel sie als satte Zecke wiegen wĂŒrden oder was Menschen von Honigbienen lernen können. Insgesamt 21 Versuchsbereiche laden dazu ein, die erstaunlichen FĂ€higkeiten der heimischen Insekten selbst zu erproben. Auch bei der großen Bionik-Ausstellung geht es darum, die Wunder der Natur zu entdecken. FĂŒr technische Erfindungen dienen oft Tiere und Pflanzen als Vorbild. Bionik, die Verbindung der Wörter Biologie und Technik, nennt sich das Lernen von der Natur fĂŒr die Technik. Unter dem Motto „Inspiration Natur“ wird gezeigt, was genau sich die Menschen von der Natur abgeschaut haben. Mit RĂ€tseln und interaktiven Simulationen an verschiedenen Themeninseln macht es Spaß, die außergewöhnlichen FĂ€higkeiten der Krabbetiere zu ergrĂŒnden. Wer noch mehr Geheimnisse um die kleinen Insekten lĂŒften möchte, kann unter professioneller Anleitung selbst Experimente durchfĂŒhren, mikroskopieren oder eine eigene Wurmbeobachtungsbox bauen. An bestimmten Tagen stehen drei sog. Wissens-Trucks zu den Themen „Nachhaltigkeit und Energie“, „Gesundheit und ErnĂ€hrung“ sowie „Metall und Erlebnis“ bereit. DarĂŒber hinaus werden Entdeckertouren quer durch die Stadt angeboten, ein Workshop an der Volkshochschule, der sich kĂŒnstlerisch mit Krabbeltieren beschĂ€ftigt, sowie begleitende VortrĂ€ge im Naturkundemuseum.

In Reutlingen vermitteln das Krabbeltierhaus und das Umweltzentrum Listhof bereits dauerhaft, wie faszinierend die Natur rund um die BiosphĂ€rengroßstadt ist. Um die VielfĂ€ltigkeit der heimischen Umgebung noch besser erlebbar zu machen und die enge Verbindung Reutlingens mit seiner Flora und Fauna ins Bewusstsein zu rufen, hat die StaRT Stadtmarketing und Tourismus Reutlingen GmbH das Großprojekt „Science“ City“ verwirklicht.

Info und Kontakt:

StaRT Stadtmarketing und Tourismus Reutlingen GmbH
Marktplatz 2, 72764 Reutlingen
Tel. 07121 93 93 53-00
info@start-reutlingen.de, www.tourismus-reutlingen.de

RSPS Agentur fĂŒr Kommunikation GmbH
Tourismus PR und Hotel PR
Bei der Kirche 2
72074 TĂŒbingen
E-Mail: rsps@rsps.de
Tel.: +49 (0)7071 – 98 98 40

Ein Meer aus DĂŒften und Farben. BiosphĂ€renstadt Reutlingen feiert die Tulpe

Tulpenbluete_RT3In der zweiten AprilhĂ€lfte wird der Reutlinger Stadtteil Gönningen wieder zum Blumenparadies. Mitten im BiosphĂ€rengebiet SchwĂ€bische Alb gelegen, ist Gönningen als Samenhandelsstadt jahrhundertelang bekannt. Am 1. Tulpensonntag, dem 19. April 2015, wird die Gönninger TulpenblĂŒte zur lebendigen Tradition und erfreut Pflanzenfreunde von nah und fern.

Die Saison beginnt mit einem Tulpengottesdienst um 10 Uhr in der evangelischen Kirche. Mit der Eröffnung am Tulpenbrunnen startet auch der ganztĂ€gige FrĂŒhlings- und KĂŒnstlermarkt, der sich rund um die Kirche im alten Ortskern befindet. Dort werden GemĂ€lde, Keramiken, Skulpturen und natĂŒrlich florale Kunstwerke geboten. Hauptakteure sind zehntausende FrĂŒhblĂŒher in den unterschiedlichsten Farben und Formen. Narzissen, Krokusse, Hyazinthen, Allium und Scilla flankieren die Stadt und tauchen sie in strahlende Farben wie Gelb, Orange und Rot sowie kraftvolles Blau bis Violett. Mit ihren betörenden Duftnoten sorgen sie fĂŒr ein unvergessliches Erlebnis der Sinne.

Viel Vorarbeit ist notwendig, damit die berĂŒhmte „TulpenblĂŒte“ als prachtvolles Farbenmeer erstrahlen kann. Deshalb wurden bereits im vergangenen Herbst viele Engagierte, darunter Helfer aus Vereinen, Kirchengemeinden, KindergĂ€rten und Schulen, tĂ€tig und setzten zirka 50.000 Blumenzwiebeln in die Erde. FĂŒr die Gönninger ist es eine Herzensangelegenheit einen persönlichen Beitrag zum Gelingen der „TulpenblĂŒte“ zu leisten. Das Ergebnis ist ein einzigartiges Farbspektakel im ganzen Ort, vor allem auf dem Gönninger Friedhof.

Dies liegt begrĂŒndet in der Historie: Mitte des 19. Jahrhunderts war Gönningen ein Zentrum fĂŒr den Samenhandel unter anderem mit Tulpen. Das Handelsgut brachte Wohlstand und Weltoffenheit in das lĂ€ndliche Gönningen. Die Tulpe galt zu jener Zeit als besonders wertvoll, weshalb es Ehrensache war, die GrĂ€ber der Angehörigen mit Tulpen zu bepflanzen. Auf diese Weise wurde der Gönninger Friedhof zu einer touristischen Attraktion. Selbst die wĂŒrttembergische Königin Charlotte kam 1912 mit dem wenige Jahre zuvor eingeweihten „Gönninger BĂ€hnle“ angereist, um die einmalige BlĂŒtenpracht zu bewundern. Auch nach dem zweiten Weltkrieg war der „Tulpenfriedhof“ bis in die 50er Jahre ĂŒber die Region hinaus als beliebtes Ausflugsziel bekannt.

Seit 2004 greifen die traditionsbewussten Gönninger die „TulpenblĂŒte“ wieder auf. Als treibende Kraft agiert der damals gegrĂŒndete Verein Gönninger TulpenblĂŒte e.V. Jedes Jahr wieder organisiert die Gemeinschaft die „TulpenblĂŒte“, angefangen bei den Vorbereitungen im Herbst mit Pflanzaktionen bis hin zur Planung und DurchfĂŒhrung der Veranstaltungen im FrĂŒhjahr. Im letzten Jahr wurde das Spektakel um den eigens angelegten Blumenzwiebel-Lehrgarten neben dem FriedhofsgelĂ€nde erweitert. Im Lehrgarten sind außergewöhnliche Tulpensorten und andere Blumenarten zu bewundern und sorgfĂ€ltig beschrieben.

Auf dem Tulpenfeld der Firma Samen-Fetzer, dem letzten aktiven SamenhÀndler in Gönningen, wird die Tulpenschau auch am 2. Tulpensonntag fortgesetzt. Hier wird mit einem kleinen Fest bei Musik und Bewirtung die Tulpe gefeiert.

Wer mehr ĂŒber die Geschichte des Samenhandels erfahren möchte, kann an beiden Tulpensonntagen das Samenhandelsmuseum im Rathaus besuchen. Weitere Informationen zur Gönninger TulpenblĂŒte können unter www.goenninger-tulpenbluete.de nachgelesen werden.

Termine Tulpensonntage:

19. April 2015 (10:00 bis 18:00 Uhr)

1. Tulpensonntag mit FrĂŒhlings- und KĂŒnstlermarkt rund um die evangelische Kirche

26. April 2015

2. Tulpensonntag bei FetzerÂŽs Probefeld

Info und Kontakt:

www.goenninger-tulpenbluete.de

StaRT Stadtmarketing und Tourismus Reutlingen GmbH

Marktplatz 2, 72764 Reutlingen

Tel. 07121 93 93 53-00

info@start-reutlingen.de

www.tourismus-reutlingen.de

RSPS Agentur fĂŒr Kommunikation GmbH, Tourismus PR und Hotel PR

Frau Tanja Synek, Telefon 07071 – 98 98 40 und rsps@rsps.de,  www.rsps.de

Reutlingen ist auf Zack

Mutscheln in Reutlingen

Reutlingen ist auf Zack, nicht nur am Mutscheltag :-).

Am Fuße der SchwĂ€bischen Alb, in Reutlingen, treffen sich Einheimische und Zugezogene, Junge und Alte traditionell am Donnerstag nach Dreikönig – dem „Reutlinger Mutscheltag“ – in WirtshĂ€usern, Vereinsheimen oder privat, zum WĂŒrfelspiel um ein einmaliges MĂŒrbeteiggebĂ€ck. Als Siegespreis beim „Mutscheln“ werden kleine, mittlere oder große, sĂŒĂŸe oder salzige Mutscheln verteilt.

Die Zutaten dafĂŒr sind denkbar einfach, die Form aber ist das Besondere: Ein sternförmiges Backwerk mit acht Zacken, das in der Mitte eine Erhebung hat und je nach GrĂ¶ĂŸe mehr oder weniger reich mit Zöpfen, Schnecken, Brezeln und Ähren verziert ist. Das ist die Reutlinger Mutschel.

Um eine der gebackenen TrophĂ€en zu erlangen, gibt es diverse WĂŒrfelspiele mit skurrilen Namen: „Nackets Luisle“ oder „Einsame Filzlaus“ heißt es da oder „Der WĂ€chter blĂ€st vom Turm“, wenn der WĂŒrfel vom Becherrand gepustet werden muss. Bei „Sieben frisst“ darf nur der vom traditionell dazu gereichten Wurstsalat essen, der sieben Punkte erwĂŒrfelt hat.

Seit dem Mittelalter ist das golden gebackene GebĂ€ck in Reutlingen bekannt. Damals wurden die im Laufe eines Jahres in den Ehestand getretenen MĂ€nner zum StadtmilitĂ€r eingereiht. Aus diesem Anlass fand im SchĂŒtzenhaus ein Scheibenschießen statt. Der Sieger erhielt eine Mutschel. Wer kein guter SchĂŒtze war, wĂŒrfelte in der Backstube um das GebĂ€ck.

Der nÀchste Mutscheltag findet am 10. Januar 2013 statt. NÀhere Infos: Telefon +49 (0)7121 / 93 93 53 53, www.tourismus-reutlingen.de